Freitag, 18. Mai 2018

Domina Liane: starke Persönlichkeit mit Ecken und Kanten

Domina Liane
Domina Liane geht ihren eigenen Weg. Authentisch, ehrlich, souverän. Im Interview nimmt sie kein Blatt vor den Mund, sondern sagt geradeheraus, was sie denkt. Kein Zweifel: Domina Liane ist eine außergewöhnlich starke und geradlinige Persönlichkeit, die ihre Grundsätze hat und sich selbst treu bleibt. In einer Zeit, in der kaum noch jemand anecken möchte und in der so viele auf Harmonie, Ausgleich und Political Correctness bedacht sind, ist das bemerkenswert und nötigt Respekt ab. Aber lest selbst, was Domina Liane zu sagen hat. Wer die Herrin selbst einmal erleben möchte: Ein Blick auf ihre Website verrät, dass sie im Moment in Karlsruhe, Stuttgart, München, Zürich, Aachen und Hof anzutreffen ist.  

Lady Sas: Liebe Liane, bitte schildere uns Deine Entwicklung zur Domina.
Domina Liane: Ich war seit meiner Kindheit ein dominantes Weibchen. Ecken und Kanten gehören zu mir wie die Luft zum atmen. Meine Ellenbogen sind früh zum Einsatz gekommen. Ich bin bis zu meinem 18. Lebensjahr im Osten groß geworden und somit auch ostdeutsch geprägt. Heißt im Detail, meine Eltern haben mir Werte vermittelt, die heute vom aussterben bedroht sind. Dazu gehören Authentizität. Ich bin eine Grenzgängerin und meine Audienzen laufen auf alte Art und Weise ab. Ich streichel nicht mit der Peitsche oder Gerte, sondern ich benutze sie.


Domina Liane im Interview


Lady Sas: Was ist Toll daran, als Profi-Domina zu arbeiten und was ist eher weniger schön?

Domina Liane: Das Tolle daran ist verschiedenste Facetten leben zu können. Mit Menschen in Kontakt zu treten, die meinen Dominastatus zu schätzen wissen und mit Respekt der Sache gegenüber an mich herantreten. Nicht toll finde ich die Entwicklungen der heutigen Zeit. Speziell das Thema Domina, Bizarrladys oder Fetischladys. Das Thema des intimen Kontaktes was heute normal geworden ist, wovon ich mich aber strikt ausgrenze, da es mein Tabu ist. Wo kein Angebot auch keine Nachfrage. Oder auch das Thema 24/7. Ich lebe dieses mit meinem Partner. Er ist mein Eigentum, Leibsklave und mein Mann. Wir leben diese Seite! Es ist schwierig immer die Balance zu haben, aber wir sind, was wir sind und lieben es. 

Alle Anfragen auf 24/7 sind Menschen, denen nicht im geringsten bewusst ist was es heißt 24/7 zu leben. Diese Menschen haben eine Session für umme auf dem Radar oder aber auch für eine langfristige Freizeitbeschäftigung den Dienst anzubieten, um eigenen Interessen/ Befriedigung zufolgen. Das ist kein Spiel! Keuschhaltung als Lustgewinn wäre das nächste. Respektlose Umgangsformen und Missverständnisse der Er/SieHöflichkeitsform. Das war früher ganz selbstverständlich, dass eine Domina mit Sie angesprochen wird und der Sklave mit Er. Daran stößt sich heute so mancher Pseudosklave und empfindet es als abwertend. Absolut irre meiner Meinung nach. Es gibt sehr viel..., da habe ich wunde Finger! 🙂


Lady Sas: Hattest Du einen Plan B, welchen Beruf Du gern ergriffen hättest, wenn Du nicht Domina geworden wärst?

Domina Liane: Meinen Beruf als Physiklaborantin habe ich anfangs ausgeübt und bin später ins Milieu. Der gewisse Feinschliff kommt im Laufe der Jahre und mit dem zunehmenden Alter. Ich denke das ist ein normaler Prozess.


Domina Liane


Was treibt dich in einer Session an?



Lady Sas: Was treibt Dich in einer Session mit einem Gast an?
Domina Liane: Der Hauptantrieb in einer Audienz ist für mich es zu erkennen,  wenn mein Gegenüber völlig bei mir ist. Ihn zu lenken und über Grenzen zubringen, zu spüren er vertraut und er lässt los. Er fällt und ich bin da und fang ihn auf . Eine grobe Schilderung von einer Audienz und um was es im Kern eigentlich geht.


Lady Sas: Muss man als Femdom aufpassen, dass einem die Verehrung nicht irgendwann zu Kopfe steigt und man die Nase auch im Alltag zu hoch trägt? Könnte Dir das passieren?

Domina Liane: Ein ganz klares Nein. Ich habe nie vergessen, wo ich herkomme.Komplimente sind nett, aber nicht das Maß aller Dinge. Kritik ist wertvoller um die Persönlichkeit zu zeigen.


Lady Sas: Du kannst auf viel Erfahrung zurückblicken. Gab es irgendwann den Punkt, an dem Du Dir überlegt hast, einen anderen Weg einzuschlagen und die Peitsche an den Nagel zu hängen?
Domina Liane: Die Domina an den Nagel zuhängen nein. Das, was ich verkörpere – klassische Dominanz – zwingt mich manchen Menschen vor den Kopf zu stoßen. Meine Tabus sind nicht käuflich oder verhandelbar, eigentlich ganz einfach aber manchmal ist es ohne Worte.


Lady Sas: Ich habe gerade Dein Twitter-Video gesehen, auf dem Du einen Strap-On trägst. Was ist es für ein Gefühl für Dich, die Rollen auf diese Art umzukehren?

Domina Liane: Das Gefühl, was mich befällt mit einem Strap-on an meinen Sklaven heran zutreten ist ähnlich dem was ich unter Frage 4 beschrieben habe. Eine Art der Erniedrigung, die völlig wertfrei und respektvoll gehändelt wird und ich erkenne er hat sich befreit von seelischer Fragestellung im Sinne von:...was denkt sie über mich,... bin ich schwul etc.



Ist Social Media inzwischen ein Must-Have?



Lady Sas: Welchen Stellenwert hat Social Media für Dich als Profi-Domina? Glaubst Du, dass man auch ohne Kanäle wie Facebook und Twitter erfolgreich sein kann? Oder ist das inzwischen ein Must-Have?

Domina Liane: Ohne diese Portale ist es schwierig. Vor 10-15 Jahren musste man/"Mann"persönlich vor Ort kommen, um eine Dame zu sprechen. Heute setzt man sich vor den Laptop oder das Smartphone und trifft eine Auswahl in der Ferne. Der persönliche Kontakt gerät ins Hintertreffen. Diese Dinge sind mir sehr wichtig, da wir alle wissen Fotos sind Fotos die Realität sieht aber anders aus. Positiv ist das Länderübergreifende, zu sehen was in der Szene außerhalb Deutschlands geht.


Lady Sas: Oft hört man, dass "24/7" nicht realistisch wäre. Nun habe ich auf Deiner Website gelesen: "Domina ist nicht nur mein Job, sondern meine Berufung! Als Herrin lebe ich dies auch privat mit meinem Leibeigenen 24/7." Wie ist dieses "24/7" bei Dir zu verstehen?

Domina Liane: Mein Lebenspartner ist mein Leibeigentum und Leibsklave. Wir leben es zu 100% aus, egal wo und wann. Es war ein harter Weg für uns. Familie und Freunde wenden sich ab, man ist gebrandmarkt ohne dass einer den Mut besitzt zu fragen was wir leben. Der Status 24/7 wird sich in naher Zukunft in Eheherrin und Eheeigentum ändern. Es ist einmalig und einzigartig. Die Erfüllung für beide Seiten



Lady Sas: Wird es mit Stammgästen, die man seit Jahren kennt, mit der Zeit einfacher oder schwerer, eine gelungene Session zu gestalten?

Domina Liane: Es ist nicht die Frage wie lang ich einen Gast kenne, sondern, wie gut kenne ich ihn, um jede Audienz unvergessen zu machen. Dafür benötigt man Interesse am Gast, ein Feingefühl, was über einen langfristigen Kontakt und nichts anderes entstehen kann. Man ist jeden Tag in anderer Stimmung, von Situationen abhängig und der Alltagsstress ist nicht zu vergessen. Die Balance zu finden bzw. zu erzeugen ist meine Aufgabe.


Domina Liane

Domina Liane über Nachwuchs-Herrinnen



Lady Sas: Hast Du den Eindruck, dass die Nachwuchs-Herrinnen gut ausgebildet werden oder ist es eher so, dass viele jungen Damen einfach machen ohne wirklich ausreichend vorbereitet zu sein? Was meinst Du?

Domina Liane: Die heutige Domina der Moderne hat nichts von den Attributen, die für mich zählen als Domina. Das ist normal, die Zeit bleibt nicht stehen und die Szene verändert sich mit den Statisten.


Lady Sas: Wie bewertest Du das neue Prostitutionsschutzgesetz?
Domina Liane: Garnicht. Es wird so laufen wie immer. Am Anfang geht jeder in Deckung und im Endeffekt ist das meiste wie vorher.


Lady Sas: Wie sehen Deine Pläne für die Zukunft aus?
Domina Liane: Hochzeit! Ich bleibe meiner Linie treu !


Lady Sas: Vielen Dank für Deine Zeit und eine wunderschöne Hochzeit Dir.



Montag, 7. Mai 2018

Der SubDom


Mir ist eine Art von Sub aufgefallen, die ich SubDom nenne. Sub + Dom ist ein Widerspruch in sich, denn damit meine ich nicht etwa einen Switcher. Nein, ich meine damit einen Mann, der sich selbst als Sklaven versteht und sich liebend gerne einer Femdom unterordnen möchte. Allerdings nur – und hier ist eben der Haken bei der Sache – wenn die Herrin nach seiner Pfeife tanzt. 

Totale Unterwerfung – aber nach eigenen Regeln

Der SubDom folgt dem Prinzip: Ich unterwerfe mich total und absolut, ABER alles hat gefälligst nach meinen Wünschen zu gehen. Diese Haltung jedoch hat kaum etwas damit zu tun, was einen echten Sub ausmacht. Einen wahren Sub zeichnet aus, dass er nicht an sich selbst denkt, sondern an seine Herrin. Der SubDom dagegen denkt immer an sich und fragt sich zu jedem Zeitpunkt: What's in for me. 

Keine gute Basis, um langfristig eine Femdom für sich einnehmen zu können. Ich empfehle SubDoms den Gang in ein Profi-Studio. Dort kann er seine Wünsche äußern und sich im Rahmen dieser Vorstellungen erziehen lassen. Finde ich in Ordnung. Im privaten Bereich jedoch wird es schwierig. Denn eine Femdom, die auf sich hält, wird sich kaum auf der Nase herumtanzen lassen.

Montag, 19. März 2018

Playparty: zu Besuch in Berlin


 
Hauptstadt der Baustellen: Neues entsteht
Am vorletzten Wochenende waren Toytoy und ich zu einem kleinen Kurztrip in Berlin. Ich muss sagen: Der Wind in Berlin pfeift ganz schön und ist deutlich kälter als bei uns in Hessen. 

Ich mag Berlin und war schon öfters in der Hauptstadt. Inzwischen sehe ich Berlin leider etwas skeptisch, weil in letzter Zeit ständig negative Nachrichten aus Berlin zu hören sind. Vom BER Flughafen möchte ich gar nicht sprechen. Ich meine eher Nachrichten von korrupten Polizisten, angezündeten Obdachlosen und Kriminellen, die U-Bahn-Gäste die Treppe heruntertreten. Das ist krass. Und beängstigend. Insofern habe ich mich immer schön am Geländer festgehalten, wenn ich eine U-Bahn-Treppe heruntergegangen bin.

Beeindruckend ist, wie viel Neues in Berlin entsteht. Ständig stößt man auf Baustellen. Baukräne ragen weithin sichtbar in den Himmel. Hier geht's voran – es sieht zumindest so aus.

Private Playparty in Berlin

Die kleine private Playparty am Samstag mit Lady Judith, Lady Steffi und den drei Subs hat super-viel Spaß gemacht! Alles hat wunderbar geklappt und alle Teilnehmer haben gut miteinander harmoniert. Die Chemie muss einfach stimmen, sowas kann man nicht planen. Und so war es ein Glücksgriff, dass wir neben Toytoy und Sklave M. gerade diesen dritten Sub ausgewählt haben.

Mein Fazit: Das müssen wir unbedingt wiederholen! Zumal Berlin ja trotz negativer Schlagzeilen noch immer eine fantastische, aufregende und facettenreiche Stadt ist. Ich freue mich schon auf das nächste Mal!

PS: Über Tipps für Berlin, die nicht im Reiseführer stehen, freue ich mich immer: madamesaskia@web.de